23.07.2010 Alter: 12 Jahr(e)
Katego­rie: Polizeibe­richt

Von: Richard Reu­ters
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Unech­ter Motor­rad­polizist in Ede­ren

Als Staats­ge­walt spielte sich am ges­t­rigen Don­ners­tag­nach­mit­tag ein derzeit unbe­kann­ter Motor­radfah­rer auf der K 6 zwi­schen Ede­ren und Gere­ons­weiler auf. Er hatte einen Jugend­­­li­chen gestoppt und sich als Polizist vor­ge­stellt.

Gegen 17.00 Uhr war ein 16 Jahre alter Mopedfah­rer aus Lin­nich zunächst durch die Ort­schaft Ede­ren gefah­ren. Nur wenig spä­ter, als er auf der Kreis­straße wei­ter in Rich­tung Gere­ons­weiler fuhr, über­holte ihn ein Motor­radfah­rer, der ihm mit der Hand auch unmiss­ver­ständ­li­che Anhaltezei­chen gab. Dem kam der Jugend­li­che auch nach und stellte sein Zwei­rad an einer Ein­mündung zu einem Feld­weg ab. Der Kradfah­rer, bei dem äußer­lich nichts auf eine amt­li­che Eigenschaft hin wies, stellte sich als Polizei­be­am­ter vor und ver­langte die Fahrzeug­pa­piere des 16-Jäh­rigen. Dann mokierte sich der angeb­li­che Polizist über die rasante Fahrweise des Jun­gen und notierte des­sen Daten. Als er dann wieder los fah­ren wollte, ver­langte der inzwi­schen argwöh­nisch gewor­dene 16-Jäh­rige seine Doku­­mente zurück und stellte sich blo­ckierend vor das Kraft­rad, bis dass seine Mut­ter, die er zwi­schendurch tele­fo­nisch informiert hatte, mit dem Auto hinzu gekom­men war.

Der Mann gab dann zu, doch kein Polizist zu sein, sprach aber davon, dass er dafür sorgen müsse, dass auf der Straße "Zucht und Ord­nung" herr­sche, gab die Papiere zurück und fuhr mit sei­ner Maschine davon. Ein Ver­warnungs­geld hatte er nicht abver­langt.

Mut­ter und Sohn such­ten dar­aufhin die Polizei auf, die ein Strafver­fah­ren wegen Amts­an­­maßung gegen den Unbe­kann­ten ein­ge­lei­tet hat. Der auf etwa 60 Jahre geschätzte Kradfah­rer ist mit 185 cm bis 190 cm recht groß und hat eine sehr kräf­tige Statur. Der akzentfrei Deutsch spre­chende Gesuchte hat sehr kurzes, dun­kel­blon­des, teil­ergrau­tes Haar und trug eine Leder­kombi sowie einen Helm mit schwarz-rot-blauem Mus­ter, den er sogar abge­nom­men hatte. Bei sei­nem Krad handelt es sich um eine Kawa­saki mit Kennzei­chen aus dem Zulassungs­bezirk Heinsberg.

Die Polizei fragt: Hat­ten auch andere Per­so­nen Begeg­nun­gen mit dem "fal­schen Polizis­ten" und wer kennt die Iden­ti­tät des Man­nes? Sachdi­en­li­che Hinweise erbit­tet die Polizei an die Ein­satzleit­stelle unter der Ruf­num­mer 02421/949-2425.

Kreis­polizeibehörde Düren
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