08.06.2026 Alter: 4 Stunde(n)
Katego­rie: Dorf­le­ben

Von: Richard Reu­ters
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Bau der Trink­was­server­sorgung in Ede­ren 1927

Anläss­lich des aktuel­len Rohrbruchs der 98 Jahre alten Was­ser­lei­tung in der Wil­libr­ordus­straße hier ein Bei­trag aus der Dorf­chro­nik Ede­ren aus dem Jahr 1928.

"Im Jahre 1927 wurde mit dem Bau eines Rohr­net­zes, zur Ver­­sorgung der Ort­schaf­­ten Ede­ren, Gere­ons­weiler, Frei­al­den­hoven, Welz, Bar­­men, Mer­zen­hausen, Flossdorf und Roerdorf mit Trink­­was­­ser, begon­­nen und zugleich der Was­serwerkzweckver­­­band Bar­­men-Ede­ren gegrün­­det.

Wegen des gegenwär­­tig sehr hohen Zinsfußes, wel­cher sich wäh­rend der Laufzeit noch um 2% erhöht hat und nun­­mehr 9 1/2 p.H. beträgt, mußte lei­der von dem ursprüng­l­i­chen Plan, dem Bau einer eige­­nen Pump­­sta­­tion, Abstand genom­­men und sich vor­­­läufig mit dem Anschluß an das Was­ser­­werk Alden­hoven begnügt wer­den.

Am 6. Februar erfolgte die Inbe­­trieb­­nahme der Lei­­tung in der hie­­sigen Bürgermeiste­rei (Anm.; Ede­ren und Gere­ons­weiler). Obschon vor der Inbe­­trieb­­nahme ver­­­schiedene Geg­ner auf­­t­ra­­ten, wird, nach­­dem die Bevöl­ke­rung sich jetzt von dem Nut­­zen der Anlage für Haus und Hof, sowie von der Bequem­­lichkeit der­sel­­ben überzeugen konnte, die Einrich­­tung aller­orts nur noch ange­­nehm empfun­den.Des­­glei­chen hat sich schon bewie­sen, wel­chen Wert die Was­ser­lei­­tung bei Aus­­bruch eines Bran­des hat.

Am 27. Dezember brach näm­­lich bei dem Acke­­rer Rei­ner Diepen­­thal in Gere­ons­weiler, Nr. 158, und zwar in des­sen mit Stroh angefüll­­ten Scheune, Feuer aus, wel­ches im Augen­­blick, durch den starken Westwind begüns­­tigt, auf die angrenzen­den Stal­­lun­gen, die meist aus Fach­­werk bestan­den, übergriff. Nur durch das Vor­­han­den­­sein der Was­ser­lei­­tung konnte das große Nach­­bargehöft von Mar­­tin Rog­gen, des­sen Scheune nur durch einen Brandgiebel von der bren­­nen­den Scheune des Nach­­barn getrennt war, unver­­­sehrt blei­­ben; auch das Wohn­haus des Diepen­­thal blieb aus die­sem Grunde erhal­­ten.

Die Was­ser­lei­­tungs­­­anlage kos­­tete rund 380.000,- RM. "