03.06.2014 Alter: 10 Jahr(e)
Katego­rie: Polizeibe­richt, Unfall

Von: Pres­se­stelle Polizei Düren
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Ver­kehrs­unfall mit Schulbus - 19 Ver­letzte [Update]

Jülich (ots) - Beim Zusam­men­stoß eines Pkw mit einem Gelenkbus sind am Diens­tagmorgen insge­s­amt 19 Per­so­nen ver­letzt wor­den. Unfall­ur­säch­lich war offen­sicht­lich eine Vor­fahrt­ver­letzung.

Gegen 08:00 Uhr hatte der Bus, der mit insge­s­amt 142 Schüle­rin­nen und Schül­ern einer ört­li­chen Grund­schule besetzt war, die L 14 aus Rich­tung Koslar in Rich­tung der B 56 befah­ren. Zeit­gleich näh­erte sich auf dem Zubrin­ger zur L 14, von der B 56 aus Rich­tung Alden­hoven kom­mend, ein 82 Jahre alter Auto­fah­rer aus Finster­walde (Bran­denburg) in sei­nem Wagen.

An der Ein­mündung zur L 14 beab­sich­tige der Senior, vom im spit­zen Win­kel auf die L 14 mün­den­den Zubrin­ger, nach links in Rich­tung der Ortslage Koslar abzubiegen. Aus bislang unbe­kann­ter Ursa­che mis­sach­tete der Rentner offenbar die deut­lich aus­ge­schilderte Vor­fahrt, so dass es zu dem fol­genschwe­ren Fron­talzu­sam­men­stoß der bei­den Fahrzeuge kam.

Durch den Auf­prall wurde der Unfallver­ur­sa­cher selbst schwer ver­letzt und musste noch von der Unfall­stelle aus in ein ört­li­ches Kran­ken­haus ver­bracht wer­den. Von den Grund­schül­ern, alle im Alter zwi­schen sechs und zehn Jahre, muss­ten 17 mit unter­schied­li­chen Schwe­regraden von Ver­letzun­gen ärzt­lich ver­sorgt wer­den. Glück­li­cherweise kam es jedoch, so der aktuelle Stand der Ermit­t­lun­gen, zu kei­nen schwerwiegen­den körper­li­chen Ver­letzun­gen. Alle Betroffe­nen wur­den einem Kran­ken­haus zugeführt, das die meis­ten nach einer ambulan­ten Behand­lung aber vor­aus­sicht­lich wieder ver­las­sen kön­nen. Glei­ches gilt für die 35 Jahre alte Busfah­re­rin aus Düren. Die übrigen Schüle­rin­nen und Schüler wur­den in Beglei­tung des Lehr­per­so­nals und der Polizei zurück zur Schule ver­bracht.

Das durch den Unfall ent­stan­dene Schadens­aus­maß umfasst ers­ten Schätzun­gen nach etwa 25000 Euro. Der Wagen des Unfallver­ur­sa­chers musste vor Ort abge­schleppt wer­den, da er nicht mehr fahrbe­reit war. Der Großbus, der grund­sätz­lich für eine Beförde­rung von 158 Per­so­nen zuge­las­sen ist, konnte noch von der Unfall­stelle gefah­ren wer­den.

Zu die­sem Ein­satz waren zahlrei­che Ret­tungs­kräfte aus dem Kreis Düren und der benach­bar­ten Städte­region Aachen schnell und koordi­niert zusam­men gezogen wor­den. Für die Betroffe­nen war auch der Schul­psycho­logi­sche Dienst zur Betreuung im Ein­satz. Zur Rei­nigung der Unfall­stelle kam die Straßenmeiste­rei zum Ein­satz.

Für die Ver­sorgung aller Betroffe­nen und die unge­störte Durch­füh­rung einer akri­bi­schen Unfall­auf­nahme war die L 14 bis 11:30 Uhr gesperrt, was jedoch nur zu gerin­gen Ver­kehrsbe­ein­träch­tigun­gen führte, da vor­bei füh­r­ende B 56 weiter­hin befah­ren wer­den konnte.

Die Ermit­t­lun­gen dau­ern derzeit an.

[Update]

Ent­gegen der bisher gemel­de­ten Zahl von 19 Ver­letz­ten kann nach Abschluss der ärzt­li­chen Unter­su­chun­gen die Zahl auf 17 nach unten fixiert wer­den. Dar­un­ter 15 Schulkin­der, die alle nach Abschluss der Unter­su­chung/Behand­lung in einem Kran­ken­haus inzwi­schen wieder nach Hause ent­las­sen wur­den.

Die Polizei hat, wie in allen Fäl­len eines Ver­kehrs­unfalls mit (fremdem) Per­so­nenschaden, ein Strafver­fah­ren wegen Fahrläs­si­ger Körperver­letzung gegen den 82-jäh­rigen Unfallver­ur­sa­cher ein­ge­lei­tet.

Die Ermit­t­lun­gen dau­ern wei­ter an.